Mind the Gap – Modul 1: Vulnerable Familiensystem identifizieren

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Beschreibung

Mit diesem Modul werden Fach- und Führungskräfte der Kinder- und Jugendhilfe bei der Sichtung der Akten unterstützt, damit sie systematisch vulnerable Familiensysteme identifizieren können. Unter „vulnerable Familiensysteme“ werden Familien verstanden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen dringenden Hilfebedarf haben und in denen im Rahmen der aktuell herausfordernden Lebensumstände zeitnah eine erste Voreinschätzung potentieller Gefährdungslagen erfolgen sollte. Ziel des Moduls ist dabei, den Fachkräften das notwendige Grundlagenwissen zu vermitteln und hilfreiche Praxismaterialien und Tools zur Verfügung zu stellen, damit sie die Reihenfolge der Kontaktaufnahmen evidenzbasiert priorisieren können.

Im Rahmen des Moduls 1 stehen Ihnen fünf Bausteine zur Verfügung:

  • Im Grundlagentext (1) werden die zentralen Wissensbestände über riskante Lebenslagen für junge Menschen und über Schutzfaktoren für deren gesundes Aufwachsen vermittelt. Im Vertiefungsschwerpunkt liegt der Fokus auf besonderen Bedarfslagen von Kindern psychisch erkrankter Eltern(teile) und Kindern aus suchtbelasteten Familien.
  • Das Schaubild (2) ermöglicht einen schnellen Überblick über die zentralen Risiko- und Ressourcenbereiche. Es dient zudem als ergänzende Reflexionsgrundlage für die Einordnung von Risiko- und Schutzfaktoren.
  • Die Checkliste (3) führt alle zentralen Risiko- und Schutzfaktoren auf, die auch über das Online-Screening-Tool (4) erfasst werden. Es bietet somit eine nicht-digitale Alternative zur systematischen Einschätzung von Risiko- und Schutzfaktoren, wenn das Online-Screening-Tool nicht eingesetzt werden kann.
  • Das Online-Screening-Tool (4) hilft auf Grundlage der vorliegenden Informationen, Risiko- und Schutzfaktoren systematisch einzuschätzen und zu reflektieren, sodass ein professionelles Handeln danach ausgerichtet werden kann. Es werden zentrale, theoretisch fundierte und in der Praxis erprobte Faktoren herangezogen, um abzuwägen, mit welchen Familien ein intensiverer persönlicher Kontakt zur weiteren Abklärung des Hilfebedarfs und ggfs. zur Abwendung von Gefährdungslagen zeitnah sinnvoll sein kann. Der Video-Podcast (5) vermittelt die wichtigsten Inhalte zu den Schwerpunktthemen des Moduls.

Die vorgestellten Dokumente des Moduls bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln so genutzt werden, wie es zur Unterstützung Ihrer praktischen Arbeit am tauglichsten ist.

Die Inhalte des Grundlagentexts sowie des Video-Podcasts wurden auf Basis relevanter Studien im Themenfeld sowie auf Basis der Untersuchungen und Veröffentlichungen des Institutes für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) aus den letzten 25 Jahren verfasst. Die Zusammenstellung der Risiko- und Schutzfaktoren für das Online-Screening-Tool erfolgte mit freundlicher Genehmigung auf Grundlage der Sozialpädagogischen Diagnosetabellen des bayerischen Landesjugendamtes (ZBFS). Auf einer theoretischen Ebene wurden im Rahmen der Modulentwicklung außerdem die amtliche Statistik sowie die Risiko- und Ressourceneinschätzung aus dem Dresdner Kinderschutzordner berücksichtigt.

Mit dem Modul zur systemischen Gesprächsführung wird Ihnen ein belastbares, konzeptionelles Fundament sowie konkretes Handwerkszeug für gute, unterstützende Telefonate mit Adressat:innen an die Hand gegeben, um so zentrale Aspekte der Bedarfserhebung und Beratungsarbeit effektiv auch fernmündlich erbringen zu können.