Basisqualifizierung stationäre Kinder- und Jugendhilfe – Lernfeld 7: Schutzkonzepte in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe
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Wie können Schutzkonzepte in stationären Einrichtungen wirksam entwickelt und im pädagogischen Alltag gelebt werden? Dieses E-Learning sensibilisiert Fachkräfte für institutionelle Risiken, Machtverhältnisse, Grenzverletzungen und Gewalt. Es vermittelt zentrale Bestandteile eines Schutzkonzeptes und gibt konkrete Impulse für Prävention, Beteiligung und den fachlich sicheren Umgang mit Verdachtsmomenten.
Beschreibung
Schutzkonzepte in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Lernfeld 7 der „Basisqualifizierung stationäre Kinder- und Jugendhilfe“ vermittelt Grundlagen institutioneller Schutzkonzepte. Fachkräfte lernen, Risiken, Machtverhältnisse, Grenzverletzungen und Gewalt in Einrichtungen frühzeitig wahrzunehmen, Schutzfaktoren zu stärken und bei Verdachtsmomenten fachlich angemessen zu handeln. Das praxisnahe E-Learning vermittelt Grundlagen institutioneller Schutzkonzepte und kann zeitlich flexibel im eigenen Lerntempo bearbeitet werden.
Lernfeld 7 ist Bestandteil der achtteiligen Basisqualifizierung „Stationäre Kinder- und Jugendhilfe“.
Zur ausführlichen Beschreibung der Basisqualifizierung
Das erwartet Sie in Lernfeld 7
Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen haben ein besonderes Recht auf Schutz, Beteiligung und die Wahrung ihrer persönlichen Grenzen. Gleichzeitig bestehen in institutionellen Kontexten Abhängigkeiten, Machtverhältnisse und strukturelle Risiken, die Grenzverletzungen und Gewalt begünstigen können.
Schutzkonzepte tragen dazu bei, diese Risiken systematisch wahrzunehmen, präventive Strukturen aufzubauen und Handlungssicherheit für den Umgang mit Verdachtsmomenten und Gewaltvorfällen zu schaffen. Sie sollen nicht nur als schriftliche Konzepte vorliegen, sondern im pädagogischen Alltag tatsächlich gelebt und regelmäßig weiterentwickelt werden.
In diesem Lernfeld setzen sich die Teilnehmenden mit institutionellen Risikofaktoren, Macht und Verantwortung sowie unterschiedlichen Formen von Grenzverletzungen und Gewalt auseinander. Sie lernen zentrale Bestandteile eines Schutzkonzeptes kennen und erfahren, wie Gefährdungsanalysen dazu beitragen können, Risiken innerhalb einer Einrichtung frühzeitig zu erkennen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten für junge Menschen. Kinder und Jugendliche müssen wissen, welche Rechte sie haben, an wen sie sich wenden können und wie ihre Anliegen ernst genommen werden. Verlässliche Beschwerdewege, transparente Regeln und eine beteiligungsorientierte Haltung sind deshalb wesentliche Bestandteile wirksamer Schutzkonzepte.
Darüber hinaus geht es um Prävention, Intervention und Aufarbeitung. Die Teilnehmenden setzen sich damit auseinander, wie Einrichtungen auf Verdachtsmomente reagieren, welche Zuständigkeiten und Verfahrenswege geklärt sein müssen und wie junge Menschen, Mitarbeitende und weitere Beteiligte angemessen unterstützt werden können.
Ziel des Lernfeldes ist es, die Sensibilität für institutionellen Kinderschutz zu stärken und Fachkräfte dabei zu unterstützen, Schutzkonzepte im pädagogischen Alltag wirksam umzusetzen.
Für wen ist dieses Lernfeld geeignet?
Das Lernfeld richtet sich an Fachkräfte, Quer- und Neueinsteiger:innen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Dazu zählen insbesondere Mitarbeitende in Wohngruppen, Kinder- und Jugendheimen, intensivpädagogischen Angeboten sowie betreuten Wohnformen.
Es eignet sich außerdem für Mitarbeitende, die an der Entwicklung, Überprüfung oder Umsetzung institutioneller Schutzkonzepte beteiligt sind.
Inhalte des Lernfeldes
• institutionelle Schutzkonzepte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
• Rechte, Schutz und Beteiligung junger Menschen
• institutionelle Risiken und Machtverhältnisse
• Grenzverletzungen und unterschiedliche Formen von Gewalt
• Gefährdungs- und Risikoanalysen
• Schutzfaktoren und präventive Strukturen
• Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren
• Verhaltenskodizes und professionelle Grenzen
• Handlungsmöglichkeiten bei Verdachtsmomenten
• Intervention und Aufarbeitung bei Gewaltvorfällen
• Verankerung von Schutzkonzepten im pädagogischen Alltag
Was lernen Fachkräfte in diesem Lernfeld?
Nach der Bearbeitung dieses Lernfeldes können die Teilnehmenden:
• zentrale Bestandteile institutioneller Schutzkonzepte benennen,
• institutionelle Risiken und Machtverhältnisse fachlich einordnen,
• Grenzverletzungen und mögliche Gewaltformen besser wahrnehmen,
• die Bedeutung von Gefährdungsanalysen erklären,
• Schutzfaktoren und präventive Maßnahmen identifizieren,
• Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten junger Menschen einordnen,
• bei Verdachtsmomenten fachlich angemessen handeln,
• Zuständigkeiten und Verfahrenswege innerhalb einer Einrichtung reflektieren,
• die Bedeutung von Intervention und Aufarbeitung einschätzen,
• Schutzkonzepte als kontinuierlichen Bestandteil der Organisations- und Qualitätsentwicklung verstehen.
Bearbeitungsumfang
Der Bearbeitungsumfang dieses Lernfeldes beträgt etwa 30 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.
Der Gesamtumfang der Basisqualifizierung „Stationäre Kinder- und Jugendhilfe“ umfasst acht Lernfelder mit insgesamt etwa 240 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.
Darin enthalten sind:
• die Bearbeitung des Schulungsbriefes,
• ergänzende Audio- und/oder Videoinhalte,
• Fragen zum Textverständnis,
• Reflexions- und Transferaufgaben,
• Übungen zur Anwendung im beruflichen Alltag,
• eine abschließende Lernkontrolle.
Zertifikat
Das Lernfeld kann einzeln gebucht und zertifiziert werden. Nach der vollständigen Bearbeitung der Lerninhalte und dem erfolgreichen Abschluss der Lernkontrolle steht ein Lernfeldzertifikat zum Download zur Verfügung.
Wer alle acht Lernfelder der Basisqualifizierung erfolgreich bearbeitet und die jeweiligen Lernkontrollen bestanden hat, erhält zusätzlich das Gesamtzertifikat: „Basisqualifizierung stationäre Kinder- und Jugendhilfe“
Teil der Basisqualifizierung
Dieses Lernfeld ist Bestandteil der achtteiligen Basisqualifizierung „Stationäre Kinder- und Jugendhilfe“. Die Lernfelder können einzeln oder als vollständige Qualifizierung bearbeitet werden.
