Basisqualifizierung stationäre Kinder- und Jugendhilfe – Lernfeld 8: Digitaler Kinder- und Jugendschutz
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Der E-Learning-Kurs stärkt die Handlungssicherheit von Fachkräften in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Sie lernen, digitale Lebenswelten fachlich einzuordnen, Kinder und Jugendliche medienkompetent zu begleiten, digitale Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen praxisnah umzusetzen.
Beschreibung
Digitaler Kinder- und Jugendschutz
Lernfeld 8 der Basisqualifizierung „Stationäre Kinder- und Jugendhilfe“ vermittelt zentrale Grundlagen des digitalen Kinder- und Jugendschutzes. Das praxisnahe E-Learning unterstützt Fachkräfte dabei, digitale Medien und Lebenswelten junger Menschen fachlich einzuordnen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Kinder und Jugendliche sicher, reflektiert und verantwortungsvoll zu begleiten.
Lernfeld 8 ist Bestandteil der achtteiligen „Basisqualifizierung stationäre Kinder- und Jugendhilfe“.
Zur ausführlichen Beschreibung der Basisqualifizierung
Das erwartet Sie in Lernfeld 8
Digitale Medien gehören selbstverständlich zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Soziale Netzwerke, Messenger, Online-Games, Video-Plattformen und digitale Lern- und Kommunikationsangebote eröffnen zahlreiche Chancen für Information, Austausch, Teilhabe und kreative Gestaltung.
Gleichzeitig können digitale Räume mit Risiken verbunden sein. Dazu zählen unter anderem Cybermobbing, digitale Grenzverletzungen, problematische Kontakte, sexualisierte Gewalt im digitalen Raum, die Verbreitung persönlicher Inhalte sowie eine nicht alters- oder entwicklungsgemäße Mediennutzung.
Fachkräfte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe stehen deshalb vor der Aufgabe, digitale Lebenswelten weder pauschal abzuwerten noch Risiken zu verharmlosen. Professionelles pädagogisches Handeln braucht einen differenzierten Blick auf Chancen, Belastungen und Schutzbedarfe.
In diesem Lernfeld setzen sich die Teilnehmenden mit der Bedeutung digitaler Medien für die Lebenswelt junger Menschen auseinander. Sie lernen, wie Mediennutzung fachlich eingeordnet, mit jungen Menschen reflektiert und pädagogisch begleitet werden kann.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf digitalen Grenzverletzungen und Gewaltformen. Die Teilnehmenden beschäftigen sich damit, wie Hinweise auf Cybermobbing, sexualisierte Gewalt oder andere belastende Erfahrungen erkannt und angemessen aufgegriffen werden können.
Darüber hinaus werden präventive und intervenierende Handlungsmöglichkeiten betrachtet. Dazu gehören klare Regeln und Absprachen, eine vertrauensvolle Gesprächsführung, die Förderung von Medienkompetenz sowie ein fachlich angemessenes Vorgehen bei konkreten Vorfällen.
Ziel des Lernfeldes ist es, Fachkräfte darin zu stärken, junge Menschen in digitalen Lebenswelten sicher zu begleiten, Risiken angemessen einzuschätzen und einen reflektierten sowie verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu fördern.
Für wen ist dieses Lernfeld geeignet?
Das Lernfeld richtet sich an Fachkräfte, Quer- und Neueinsteiger:innen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Dazu zählen insbesondere Mitarbeitende in Wohngruppen, Kinder- und Jugendheimen, intensivpädagogischen Angeboten sowie betreuten Wohnformen.
Es eignet sich außerdem für Mitarbeitende, die junge Menschen im pädagogischen Alltag bei der Nutzung digitaler Medien begleiten und mehr Handlungssicherheit im Umgang mit digitalen Risiken erwerben möchten.
Inhalte des Lernfeldes
– digitale Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen
– Chancen und Risiken digitaler Medien
– alters- und entwicklungsgemäße Mediennutzung
– Medienkompetenz und pädagogische Begleitung
– digitale Grenzverletzungen
– Cybermobbing und digitale Gewalt
– sexualisierte Gewalt im digitalen Raum
– Schutz persönlicher Daten und Inhalte
– präventive Maßnahmen im pädagogischen Alltag
– Gesprächsführung bei belastenden digitalen Erfahrungen
– Handlungsmöglichkeiten bei konkreten Vorfällen
– Zusammenarbeit mit Sorgeberechtigten, Team und weiteren Fachstellen
Was lernen Fachkräfte in diesem Lernfeld?
Nach der Bearbeitung dieses Lernfeldes können die Teilnehmenden:
– digitale Lebenswelten junger Menschen fachlich einordnen,
– Chancen und Risiken digitaler Medien unterscheiden,
– alters- und entwicklungsbezogene Aspekte der Mediennutzung berücksichtigen,
– digitale Grenzverletzungen und mögliche Gewaltformen besser wahrnehmen,
– Hinweise auf Cybermobbing und sexualisierte Gewalt im digitalen Raum einordnen,
– junge Menschen bei einem sicheren und reflektierten Umgang mit digitalen Medien unterstützen,
– präventive Maßnahmen für den pädagogischen Alltag entwickeln,
– Gespräche über belastende digitale Erfahrungen sensibel führen,
– bei konkreten Vorfällen fachlich angemessen handeln,
– die Bedeutung von Teamabsprachen und verlässlichen Verfahrenswegen einschätzen.
Bearbeitungsumfang
Der Bearbeitungsumfang dieses Lernfeldes beträgt etwa 30 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.
Der Gesamtumfang der Basisqualifizierung „Stationäre Kinder- und Jugendhilfe“ umfasst acht Lernfelder mit insgesamt etwa 240 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.
Darin enthalten sind:
– die Bearbeitung des Schulungsbriefes,
– ergänzende Audio- und/oder Videoinhalte,
– Fragen zum Textverständnis,
– Reflexions- und Transferaufgaben,
– Übungen zur Anwendung im beruflichen Alltag,
– eine abschließende Lernkontrolle.
Zertifikat
Das Lernfeld kann einzeln gebucht und zertifiziert werden. Nach der vollständigen Bearbeitung der Lerninhalte und dem erfolgreichen Abschluss der Lernkontrolle steht ein Lernfeldzertifikat zum Download zur Verfügung.
Wer alle acht Lernfelder der Basisqualifizierung erfolgreich bearbeitet und die jeweiligen Lernkontrollen bestanden hat, erhält zusätzlich das Gesamtzertifikat:
„Basisqualifizierung Stationäre Kinder- und Jugendhilfe“
Teil der Basisqualifizierung
Dieses Lernfeld ist Bestandteil der achtteiligen Basisqualifizierung „Stationäre Kinder- und Jugendhilfe“. Die Lernfelder können einzeln oder als vollständige Qualifizierung bearbeitet werden.
Das Komplettpaket: Alle Informationen zu Inhalten, Aufbau und Gesamtzertifikat der „Basisqualifizierung stationäre Kinder- und Jugendhilfe“
